Vertragsunterzeichnung im Landkreis Cuxhaven

27.02.2020

Gymnasium in Langen erhält modernen Erweiterungsbau

Am 27.02.2020 fand das ganzheitliche Vergabeverfahren für den geplanten Erweiterungsneubau am Gymnasium in Langen mit der Vertragsunterzeichnung seinen erfolgreichen Abschluss. Damit sind die Weichen für die Realisierung des Bauprojektes gestellt.

Den Zuschlag für das ÖPP-Projekt erhielt die Firma Goldbeck GmbH, welche sich auf das Bauen mit Systemelementen spezialisiert hat und deren Entwurf sowohl in qualitativer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht zu überzeugen wusste. Die Errichtung mittels Systemelementen ermöglicht es, die Bauarbeiten an dem Erweiterungsbau besonders zügig voranzutreiben. Daneben bietet dieses System insbesondere im Rahmen des gewählten ÖPP-Realisierungsmodells eine hohe Kosten- und Terminsicherheit. Die hohe Terminsicherheit war neben den wirtschaftlichen Vorteilen für alle Beteiligten das schlagende Argument, das Neubauprojekt im Rahmen eines ÖPP-Inhabermodells zu realisieren. Schließlich soll der Erweiterungsneubau aufgrund der stetig steigenden Schülerzahlen an dem Gymnasium möglichst zügig zur Verfügung stehen.

In dem Erweiterungsgebäude sollen insgesamt sieben Klassenräume, weitere Gruppen- und Differenzierungsräume, 12 Fachräume, die neue Bibliothek sowie die Mensa des Gymnasiums realisiert werden. Geplant war zunächst, den Neubau im Bereich des Waldstücks auf dem Gebiet des Parks Friedrichsruh zu realisieren. Im Rahmen des Verhandlungsverfahrens konnte jedoch eine andere Lösung gefunden werden, sodass das angrenzende Waldstück nahezu vollständig erhalten bleiben kann. Stattdessen gelingt es dem Entwurf der im Auftrag der Firma Goldbeck planenden HWR Architekten nun, einen Teil des Schulhofs geschickt in den Wald zu integrieren und den Schülern auf diese Wiese eine naturnahe Aufenthaltsmöglichkeit während der Pausen zu bieten. Zugleich bietet sich die Möglichkeit der Nutzung der Außenanlagen als „Grünes Klassenzimmer“. Dazu legt sich der Neubau c-förmig um den bestehenden Aula-Anbau sowie den Bestandsbau. Durch diese Positionierung werden räumlich zwei neue Freiflächen definiert, zu der u. a. auch ein Mensagarten gehört. Das Ergebnis zeigt, dass ein Wettbewerb um die wirtschaftlichste Gesamtlösung immer wieder zu kreativen Lösungen führt, die sowohl unter qualitativen als auch unter Kostengesichtspunkten optimiert werden.

Neben der Realisierung des Erweiterungsneubaus erfolgt im Zuge der Baumaßnahmen auch die Sanierung des Bestandsgebäudes des Gymnasiums. Hier ist u. a. eine Umstrukturierung der bisher über das gesamte Schulgebäude verteilten Räumlichkeiten der Verwaltung vorgesehen, die zukünftig zu Raumgruppen zusammengefasst werden sollen. Arbeitsabläufe werden dadurch vereinfacht, Wege verkürzt und somit ein Beitrag für die Zusammenarbeit innerhalb der Schule geleistet. Für eine Verbesserung der Lernatmosphäre sorgt die Schaffung von Lerninseln mit Flächen zur Anordnung von Schließfächern. Schließlich erhält das Bestandsgebäude der Schule während der Umbauten einen neuen Aufzug, sodass die Barrierefreiheit im gesamten Gebäudekomplex hergestellt wird.

Die erläuterten Maßnahmen umfassen die Schaffung von rund 5.250 m² Brutto-Grundfläche (BGF) in dem Erweiterungsneubau sowie den Umbau und die Sanierung von rund 3.700 m² (BGF).

Damit die Baumaßnahme möglichst schnell umgesetzt werden kann, soll bereits direkt nach der Vertragsunterzeichnung mit der Erstellung der Bauantragsunterlagen begonnen werden. Verläuft alles nach Plan, erfolgt der 1. Spatenstich für den Erweiterungsbau im Juli 2020. Um den laufenden Schulbetrieb nicht zu stören, werden zunächst die Bauarbeiten an dem Erweiterungsbau aufgenommen. Während der kommenden Sommerferien wird dann die Sanierung des Bestandsgebäudes vorbereitet. Der Abschluss der Bauarbeiten im Bestand soll dann nach Fertigstellung des Erweiterungsneubaus erfolgen. Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme soll dann bis zum Frühjahr 2022 erfolgen.

Für die Vorbereitung und Durchführung der Ausschreibung des europaweiten Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb arbeitete der Landkreis Cuxhaven bereits zum wiederholten Mal mit der VBD Beratungsgesellschaft mbH zusammen.
Weitere InformationenLandkreis Cuxhaven (externer Link)
Die perspektivische Ansicht zeigt, wie der Neubau nach Fertigstellung aussehen soll. (Bild: HWR Architekten im Auftrag der Goldbeck Nord GmbH)
Die perspektivische Ansicht zeigt, wie der Neubau nach Fertigstellung aussehen soll. (Bild: HWR Architekten im Auftrag der Goldbeck Nord GmbH)
Die Darstellung des Gymnasiums anhand eines Lageplans
Die Darstellung des Gymnasiums anhand eines Lageplans. (Bild: HWR Architekten im Auftrag der Goldbeck Nord GmbH)
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