Vertragsunterzeichnung am Gymnasium Hettstedt

22.11.2017

Mittelständisches Hallenser Unternehmen gewinnt ÖPP-Ausschreibung

Heute wurde der Vertrag zur Errichtung eines Erweiterungsbaus für das Wilhelm-und-Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Hettstedt unterzeichnet. Nach der erfolgreichen Sanierung des denkmalgeschützten Bahnhofs in Sangerhausen und dem Bau einer Zweifachsporthalle an der Levana-Schule in Lutherstadt Eisleben, ist die Erweiterung des Gymnasiums in Hettstedt bereits das dritte Bauvorhaben im Landkreis Mansfeld-Südharz, welches im Rahmen einer ganzheitlichen Beschaffung umgesetzt werden soll.

Die Sanierung des Bahnhofs Sangerhausen erfolgte seinerzeit als Öffentlich-Öffentliche-Partnerschaft, bei der die örtliche Wohnungsbaugesellschaft als Auftraggeber für die Vergabe der Planungs- und Baumaßnahmen auf dem Bahnhofsgelände fungierte und den Bahnhof anschließend an die Stadt vermietete. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei dem Erweiterungsbau für das Gymnasium, wie auch bei dem Bau der Zweifachsporthalle in Eisleben, um eine Öffentlich-Private-Partnerschaft, bei der ein privates Unternehmen als Generalübernehmer durch den Landkreis mit den Planungs- und Bauleistungen beauftragt wird.

Vorangegangen war der Unterzeichnung ein europaweites ganzheitliches Vergabeverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb. Neben der architektonischen Planung und schlüsselfertigen Errichtung eines Ersatzneubaus für das Gymnasium auf der Grundlage einer funktionalen Leistungsbeschreibung und eines Planungsentwurfs wurde in dem Verfahren, dass im Januar 2017 begonnen wurde, auch der Abriss eines Bestandsgebäudes ausgeschrieben. Die sich an dem Verfahren beteiligenden Unternehmen standen dabei vor der Aufgabe, die beengten Grundstücksverhältnisse auf und die schwierige Zufahrtssituation in ihrer Angebotserarbeitung zu berücksichtigen. Eine weitere Herausforderung stellte der enge Terminplan, als auch die Tatsache dar, dass die Bauarbeiten bei laufendem Schulbetrieb zu realisieren sind.

Trotz dieser Schwierigkeit gelang den Bietern die Ausarbeitung sowohl qualitativ hochwertiger, als auch in wirtschaftlicher Hinsicht attraktiver Angebote für den Erweiterungsneubau des Hettstedter Gymnasiums. Am Ende des Verfahrens konnte sich schließlich die in Halle/Saale ansässige, mittelständische Firma WEISENBURGER Wohnbau GmbH durchsetzen. Bereits kurz nach der Vertragsunterzeichnung wurde am 05.12.2017 der Bauantrag für das Projekt eingereicht.

Der Erweiterungsneubau des Wilhelm-und-Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums kann von Schülern und Lehrern laut dem vertraglich vereinbarten Terminplan bereits im Februar 2019 bezogen werden. Freuen dürfen sich Mitarbeiter und Schüler der Schule dann über eine zusätzliche Nutzungsfläche von 1.600 m², die sich vor allem aus allgemeinen Unterrichtsräumen sowie Fachunterrichts- und entsprechenden Vorbereitungsräumen zusammensetzt. Hofseitig wird zudem ein Schulhof neu angelegt. Er erhält aufgrund der Topographie des Grundstücks terrassenförmig angeordnete Flächen mit unterschiedlichen Sitzgelegenheiten.

Die VBD Beratungsgesellschaft für Behörden mbH wurde im Zusammenhang mit dem geplanten Erweiterungsbau für das Gymnasium durch den Landkreis Mansfeld-Südharz mit der Erstellung eines Gutachten zur Begründung einer Gesamtvergabe, als auch der Vorbereitung und Durchführung des Vergabeverfahrens mit umfassenden technischen und wirtschaftlichen Beratungsleistungen beauftragt.
Weitere Informationen: Projektsteckbrief der Weisenburger Wohnbau GmbH  (externer Link)
Der neue Entwurf für den Erweiterungsbau des Wilhelm-und-Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums.
Die Perspektive zeigt den Erweiterungsbau, der das denkmalgeschützte Schulensemble ergänzt. (Bilder: W&V Architekten GmbH im  Auftrag der Weisenburger Wohnbau GmbH).
Trotz Schwierigkeiten gelang es den Bietern die Ausarbeitung sowohl qualitativ hochwertig, als auch in wirtschaftlicher Hinsicht attraktiv zu gestallten
Trotz Herausforderungen gelang es der Fa. Weissenburger ein qualitativ hochwertiges und wirtschaftlich attraktives Angebot einzureichen.
Durch den Erweiterungsneubau entstehen zusätzlich 1.600 m² Nutzungsfläche für Mitarbeiter und Schüler.
Durch den Erweiterungsneubau entstehen zusätzlich 1.600 m² Nutzungsfläche für Schüler und Mitarbeiter.
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